core_001
core_001_02

Robair Ezramo Fenech Büchler feat. Argo Ulva

PopeWAFFEN

Gino Robair — blippobox, percussion
Ezramo — vocals, prepared zither, electronics, melodica
David Fenech — guitar, toys, walkman
Wendelin Büchler
— prepared guitar, theremin
feat. Argo Ulva — trumpet, electronics

The work of the five musicians and performance artists from Germany, Italy, France and USA is settled between Weird Pop, Avanttrash, Free Improvised Music, Mediterranean Folklore and Noise Drones. As the artists are coming from different social and musical backgrounds, the recording is not just a mix of sounds and names but a creation of unique and exciting experiences.

Das Œvre der fünf Musiker und Performancekünstler aus Deutschland, Italien, Frankreich und den USA schwebt unschuldig lächelnd zwischen Weird Pop, frei improvisierter Musik, Avanttrash und Noise Eruptionen. Sensibel dreht das Ensemble an den Potis, es glitcht, die Zither hüpft in stolpernden Synkopen dem klagenden Trompetenton in die Parade, stoisch legen Jazzgitarren Drone an Drone in knisterndes Vinyl. Westcoast-Ikonoklasten, befreit vom Dreizehn-, Vierzehn-, Fünfzehntonballast wiegen sich schwerelos im Tête-à-Tête mit düster-anmutig mediterraner Folklore.

Listen

Format

Gatefold-Sleeve LP
28:45 min
limited edition of 500 handnumbered copies,
custom silkscreen print on heavy cardboard

Credits

  • Recorded live without overdubs at ausland, Berlin march 2010
  • Mastered by Kassian Troyer
  • Drawings & Sleeve artwork by Wendelin Büchler

Some praise…

„So here’s the brandmark of this uncommon quintet for a record that will be remembered for his delicious mix, rarely heard with such a beautiful style in the recent year.“
— Revue et corrigée (F)

„Improv can be so smart and straightforward. So delicate. So rough. So new.“
— AufAbwegen Magazine (D)

“… If you want me to be really serious: Ingrid is the goods – go listen.”
— Touching Extremes (IT)

„I think what I like most here is the strong sense of cooperation, leading to a very productive musical workplace; no showing off, much genuine dynamic interaction.“
— The Sound Projector (UK)

“On side B we have a shaman jazz freekout, goblin baby lullaby and mutant chicken plays funerary violin singing along with village preschool meditations.
A truly perplexing experience, delicious.”
— KFJC 89.7FM (USA)

Reviews

Excellent record of improvised music recorded at a Berlin venue and played by an international five-piece of musicians. The American percussionist Gino Robair might be known to some of you, but for me Ezramo is quite a revelation; this Italian player delivers some tremendous effects with her distinctive vocalisations, her zither playing, and sampler-playing; I’m looking forward to hearing her solo LP on this label. Two guitarists, David Fenech and Wendelin Büchler complete the band, plus there’s the guest trumpeter Argo Ulva; everyone contributes electronic elements to the crackling environment as well. I think what I like most here is the strong sense of cooperation, leading to a very productive musical workplace; no showing off, much genuine dynamic interaction. To this I would add the overall group imagination, the highly pleasing mixtures of sounds and playing styles, and the way that incredibly free and open music can be produced in a orderly and civilised manner, without the need for frenetic frottage and hand-gesturing every five minutes in order to achieve a climax. (…) The theme is picked up by the child-like drawings on the cover (I particularly like the crude drawings of various handguns) which indicates that it might be more of a piece of sloganeering than a thought-through political statement, but it’s nice to see some social criticism back in the world of free improv again. We haven’t had much of that sort of radical thinking since John Stevens in the 1970s (though Charles Hayward made good efforts). Recommended record; great music, compressed, exquisite, taut, and beautifully recorded and presented too. Nearly perfect.
— Ed Pinsent, The Sound Projector #20 – All Vinyl Issue –

 

Comment faire sonner un piano comme jamais. Cet instrument qui a de longs siècles d’histoire derrière lui. Un passé historique peut-être lourd à porter, mais qui ici, à l’intérieur comme sur les touches, sait nous montrer qu’il a encore de nombreuses devant lui de découvertes, de nouvelles pratiques, de sonorités inattendues, comme la guitare à plat a pu, en ses débuts comme de nos jours, ouvrir un potentiel caché, des contrées inexplorées. On a pu connaitre de nombreuses pratiques et (r)évolutions du piano depuis la musique classique, contemporaine avec Éric Satie, ou minimale avec Sophie Agnel ou Andrea Neumann. Ingrid SCHMOLINER nous prouve avec ce fabuleux album vinyle, que le piano préparé a de beaux jours devant lui. Avec un intérieur de piano pouvant sonner comme des cloches, comme une machine mécanique folle, qui forme d’ailleurs une boucle avec ce lien entre la dernière pièce “Zampamuata”, en écho à la première, ” Stampa”. Comme si elle ne voulait pas que le disque s’arrête. Ne pas donner de fin à ces six pièces entre minimalisme, rythmes binaires en variations, et musique répétitive. Un mixage et une prise de son impeccables, donnent une couleur un peu surréaliste, à cheval entre le futurisme et le modernisme. Le tout parfumé de cette excellente pièce, “Grul”, entre percussions minimales quelque peu angoissantes, et primitivisme.
Vraiment encore une fois, je suis absolument séduit par une nouvelle sortie du label berlinois Corvo Records. Une collection unique.
— Cyrille Lanoë, Revue Et Corrigée # 102

 

––– MONATSEMPFEHLUNG DER REDAKTION –––
Ein neues Label namens Corvo Records veröffentlicht haptisch-visuelle Luxuriositäten auf Vinyl, exzellent in Bezug auf Aufnahme und Mastering. Die LP »PopeWAFFEN« besticht durch ihr offenes Coverkonzept mit beeindruckendem Siebdruckmotiv, die Platte selber wirkt durch die moderne Graphisierung wie eine Platte aus einer soeben begonnenen Anthologie in gefühlten 28 Teilbänden. Die Musik selber ist ein mutiger Spagat zwischen Noise und Minimalismus, Surrealismus und Radikalisierung, welcher bereits am Anfang den Bogen spannt zu Künstlern wie Giovanni Di Stefano oder Einstürzende Neubauten. Wenngleich zwischen letztgenannten die Diskrepanz recht hoch ist, vereinigt sich auf der A-Seite ein gewisser Improvisationscharme, welcher einer entschärften Nurse With Wound-Attitüde gleicht um diese mittels Zither, Perkussion a la Faust und sprachliche Klangmiasmen wieder auszugleichen. Ein nicht ganz einfacher Start, denn das bisweilen klanglich zerfließende Arrangement gleicht in seiner bruchstückhaftigen Noisigkeit eher einem auralen Minenfeld an zersetzten Ideen, ausgedacht von Dali’s Synapsen kurz vor seinem Ableben- ein absolut horrender Trip durch die absurdesten Instrumentalpassagen, die jemals einer Trompete im Zusammenspiel mit einer präparierten Gitarre entglitten ist.
Die Umseite bietet in ihrer Surrealistik geradezu luzid-verschwommene Bilder einer gehörig vernebelten Jazz-Sitzung, welche wie hinter Watte wahrgenommen sprachlich-defizitäre Oralspasmen durchlassen, um anschließend vollends in kopflose Permutation unterzugehen. »PopeWAFFEN« ist ein schwarzes Loch, welches dem ernsten Sujet seiner Konzeptionierung (das Cover zeigt den unbeleckt-asketischen Umgang mit Tod, Gewalt und Krieg, während die Platte selbst eine bizarre Querschlägermischung aus Religion und Krieg abbildet) einen gehörigen Vorschub leistet und durch das komplexe Arrangement eine gewisse Tugend aus der Not macht- die Mischung bietet wahrhaftige Musik auf jeglicher Stereofeldstärke, in ihrer Rohhaftigkeit durch das Mastering noch verstärkt.
— Thorsten Soltau, AEMag Issue 19

 

Es liegt etwas grund-sympathsiches in der Labelgründung von Corvo, das mich an die Euphorie um die eigene Installation des Anthropom,etrics-Imprints erinnert. Ein junger Bursche (Wendelin Büchler, auch Musiker), geht mit Improv-Vinyl an den Start, in einem Genre, dessen Publikum mit Tonträgern eh hadert und mit Vinyl schon mal erst recht. Bitte also unbedingt durchhalten! Und noch etwas ist toll: die zweite Seite des Livemitschnitts aus dem Ausland in Berlin-Friedrichshain ist so Improv-untypisch dronig, dabei satt, elektronisch und vielschichtig, das hätte auch aus einer postindustriellen Werkstatt kommen können. Aber hey, 2011 interessieren Kategorien wenig und so sollte das Erfrischende an PopeWaffen eigentlich selbstverständlich sein. Im ersten Teil des Albums sind die Instrumente vereinzelt akitv, man hört wie sich die Player zueinander stellen und das Hören im Spielen trainiert wird und gleichzeitig zur Handlungsanweisung mutiert. So schmuck und schnörkellos kann Improv sein. So zart. So rau. So neu.
— Zipo, AufAbwegen 3/11

 

Von zwei grundverschiedenen Seiten kommt uns diese Platte, die erste auf dem nagelneuen, höchst ambitionierten Berliner Label Corvo Records, entgegen. Live mitgeschnitten im Club Ausland, geht es auf der einen Seite mehrheitlich heftig und auf der anderen mehrheitlich sanft, aber immer improvisierend, zur Sache. Diedrich Diederichsens altes Diktum, man könne von einer neuen Platte nur maßlos begeistert oder maßlos enttäuscht sein, geht hier ins Leere. Maßlosigkeit ist angesichts von „PopeWAFFEN“ nicht angebracht. Die Soundästhetik ist in beiden Ausformungen nicht von neuen Eltern, es wird weniger als eine halbe Stunde lang spontan ins Blaue drauflosgespielt, von ordnenden oder dramaturgisch nützlichen Strukturen fehlt jede Spur – und doch besitzt diese Platte einen bezwingenden Charme, die eventuell gar nicht von der Musik ausgeht, sondern davon, dass hier alles mit Liebe gemacht ist. Vom handgemachten Cover über die ausführlichen liner notes und die (Hinter-)Gedanken zu den Stücken bis hin zur Aufnahme und letztlich auch der Musik selbst. Viel Ausdauer, glückliche Zufälle und fröhliches Weiterwurschteln wünscht
— Andreas Fellinger, freiStil #35

 

Superbe rencontre enregistrée live à Berlin le 27 mars 2010. Une bien belle prise de son par Dave Bennett de ce quintet original avec EZRAMO (voix, guitare, mélodica, sampler, sitar préparé), artiste sonore italien actant notamment dans les musiques pour films et théâtre, Gino ROBAIR (percussions), percussionniste californien que l’on a pu entendre avec Tom Waits, Peter Kowald, Terry Riley ou encore Anthony Braxton (rien que ça !), David FENECH (guitare, baladeur), entendu ces derniers temps en trio avec Ghédalia Tazartès et Jac Berrocal, Wendelin BÜCHLER (guitare préparée, theremin), guitariste allemand ayant joué avec Fred Frith, et une invitée, Argo ULVA (trompette et électroniques). Sept morceaux à la subtilité rare entre le bricolage primitif, la recherche d’une certaine mélodie dans l’improvisation collective, un regard astucieux vers les musiques électroacoustiques de chez ses précurseurs, une habileté dans la quête de milieux arides un tantinet blues… Telle est la marque de fabrique de ce quintet improbable pour un disque prêt à marquer les esprits de par ce savoureux mélange, rarement entendu d’aussi belle manière ces dernières années. Il en ressort une fraicheur incroyable, qui nous replonge parfois dans les productions lo-fi de chez Rectangle. Sur terre jusqu’à épuisement de ses 500 exemplaires.
— Cyrille Lanoë, Revue et corrigee 3/2011

 

Live im Berliner Ausland entstand dieses siebdruckcoverschön gehüllte Sammlerstück. Es enthält rappelkistensprengendes Krahkrah in Echtzeit, 7 Versuche, Gewalt und Krieg durch kinderunschuldige Gegenentwürfe zu entwaffnen. Die Büchse der Pandora wird zur Spielzeugkiste, die man schadlos öffnen kann und in der nach dem Spielen Cowboyhut und Revolver wieder verschwinden. Die internationale, also typisch Berliner Rasselbande besteht aus dem Labelmacher Büchler an präp. Gitarre & Theremin, Fenech, ein Franzose, spielt Gitarre & Walkman, die Italienerin Alessandra Eramo aka Ezramo, Büchlers Partnerin schon aus Stuttgarter Zeiten, setzt neben präp. Zither, Sampler & Melodica auch ihre Stimme ein, der Kalifornier Robair gibt ein Gastspiel an Blippobox & Percussion, und das i-Tüpfelchen per Trompete & Electronics tupft – unter Pseudonym – keine andere als Liz Allbee. Daraus resultiert etwas Ungezügelteres und Fremdartigeres als Plinkplonk. Die Saiten werden wüst geharft, das Theremin und die Gitarren jaulen, die Melodica träumt, die Trompete stöhnt. Metall reibt an Metall, aber was schmatzt und faucht da so? Ezramo – kusch! Drei Händepaare zwirbeln Drähte, Gequengel geht im Ultramarin der Trompete unter, im Chiaroskuro einer perkussiven Klemme. Ezramos groteske Vokalisation lässt mit zunehmendem Gitarrengefetze und Trompetenschrillen die Masterplansollerfüllung der Schöpfung mit Voltairescher Schärfe eskalieren. Den zitternden Ohren spielt Robair dann ein Spieluhrlullaby für Irrwische, bevor spotzende und gurrende Trompetensounds und Ebowloops Ezramos elegische Vokalisation so in der Schwebe halten, dass hinter dem Beklagenswerten das Wünschenswerte durchschimmert.
— Rigobert Dittmann, bad alchemy 68

 

The world of hardcore improvisation, or as the cover says ‘no additional overdubs on this record”. A group of five people, all of whom I don’t think I ever heard of: Ezramo (vocals, prepared zither, sampler, melodica), Gino Robair (blippobox, percussion), David Fenech (guitar, walkman), Wendelin Buchler (prepared guitar, theremin) and Argo Ulva (trumpet, electronics).
The recordings were made in concert earlier this year, but since they were mixed and edited, I assume a multi-track recording of the best bits and pieces and that is, I guess, a good thing. Chopped down to seven pieces of improvisation music, in which at times it seems that the musicians intend to play as much as one could possible do at the same thing, without noting any of the other players that much, which at times gives exciting bursts of concentrated music, but also can lead to an endless search for the right moment, but the best is when these five people actually start to listen and respond to the others, such as in the mellow ‘Crepare Di Maggio’. A rather mixed bag that will perhaps attract those who follow this kind of music in a similar hardcore way, but not necessarily will bring new fans.
— Frans De Waard, vital weekly 759

 

Auch dem abgehärtetsten Redakteur bleiben Alben im wahrsten Sinne des Wortes “im Ohr stecken”, weshalb eine Kritik zum abstrakten wie experimentellen Werk “PopeWaffen“, das die Künstler Ezramo, Gino Robair, David Fenech, Wendelin Büchler & Argo Ulva im legendären Ausland in Berlin aufnahmen, ein wenig auf sich warten ließ – Sorry!
Neue Labels wie Corvo Records (Berlin) entstehen meistens mangels Alternativen, weshalb dort zu Anfang vornehmlich eigene Releases wie von näheren Bekannten Publikation finden, eine Beschreibung, die auf Wendelin Büchler zutrifft, der versucht mit den Akteuren das bestmögliche Endergebnis in jeglicher Hinsicht zu erzielen. Über eine Auflagenstärke von 500 Exemplaren (12inch) lässt sich streiten, nicht aber über die handgemachten Siebdruckcover auf Karton, welche “PopeWaffen” einen gewissen Objektcharakter verleihen. Aufgrund von totaler Abgestumpftheit (hervorgerufen durch die Reizüberflutung der Medien) nehmen die Themen Gewalt, Tod & Krieg keine bedeutsame Rolle mehr im Leben des Einzelnen ein, obwohl es sich dabei um Kerninhalte einer Gesellschaft handelt, woran man ihren ethisch moralischen Hintergrund sieht, der aktuell dem Untergang geweiht ist, welcher sich leider durch neues Hervorrufen ins Gedächtnis, wie es die Protagonisten mit “PopeWaffen” versuchen, nicht aufhalten lässt – Schade, aber die wahrhaftige Realität! In Punkto Tonkunst “brutzelte” die internationale “Truppe” (Ezramo (I), Gino Robair (USA), David Fenech (F), Wendelin Büchler (D) & Argo Ulva (USA)) 7 minimalistische Noisestücke zusammen, die wie eine Verquickung von besseren Kommissar Hjuler Outputs und Steve Stapleton (Nurse With Wound) Sounds klingen, deren Besonderheit auf der Vielfältigkeit der Ingredienzien liegt, welche bei Geräuschsamples wie Schmatzen anfangen & bei Lauten einer Zitter aufhören. Wer auf unverfälschte Echtzeitmusik abfährt, darf sich diese kurze aber intensive Darbietung nicht entgehen lassen, sollte aber Zeit und Muse mitbringen, um den wahren “Kern” von “PopeWaffen” zu finden. Zur Nachhaltigkeit sei gesagt, dass diese 12inch auch nach dem x-ten Hördurchlauf noch neue Eindrücke bietet, weshalb “PopeWaffen” den Stempel “zeitlos” erhält.
Fazit: Individuen, die Herausforderungen & Eigenständigkeit suchen und Gleichklang ablehnen, müssen sich “PopeWaffen” von Ezramo, Gino Robair, David Fenech, Wendelin Büchler und Argo Ulva unbedingt zulegen – meine absolute Empfehlung!
— Raphael Feldmann, Kultur[Terrorismus]

 

The very first release in this German label’s catalog is a vinyl comprising a communal effort recorded at Berlin’s Ausland in 2010 for a total duration of less than half an hour (good move, if you ask me: improvisational statements exceeding this time span, if not supported by proven artistry, sound rather boring to this reviewer’s ears). Some of the group’s members have worked – in various guises and projects – with Fred Frith, whose zing-and-jangle ghost looms on the near-entirety of the music. The palette is indeed rich in strings (prepared guitar and zither) but a measure of balance is assured by the presence of flexible sampling, assorted types of electronic device, a theremin and the occasional eruption of Ezramo’s voice, which in “The Creator Has A Masterplan” chatters, roars and laughs wickedly in a cheap embodiment of a possessed version of Shelley Hirsch (forgive me Shelley, for I have sinned). Still, there’s a quantity of lively energy in several of the combinations generated by the participants; inconveniences, malformed chords and twisted tunings become the means for different sorts of charged reverberation, the decentralization of instrumental personality at the basis of a couple of unlawful tracks where getting involved by the complexity of the collective timbral tissue comes easy. All things considered, this LP deserves a number of attentive listens, offering different angles of enjoyment and – why not – fun.
Massimo Ricci, Touching Extremes

 

Combo in cui si trovano Gino Robair (che oltre ad una carriera come insegnante, improvvisatore ed altro ha collaborato “solo” con Tom Waits), David Fenech (James Plotkin, Tom Cora, Jad Fair, solo per dirne alcuni), Ezramo (Alessandra Eramo), Wendelin Buchler e Argo Ulva che invece non conosco affatto. Strumenti a corde (principalmente chitarre, preparate e non) che suonano come un carillon rotto nel caso della prima facciata del disco e tutto con un incedere vagamente ubriaco. L’effetto finale è parecchio psichedelico dato che tutto suona molto sghembo, ma alla fine la stratificazione dei diversi suoni acustici e quell’accenno di cantato femminile con l’aggiunta della tromba e dell’elettronica di Ulva rendono la pietanza parecchio digeribile.
Non c’è mai nessun cambiamento radicale di scenario anche se i diversi suoni non suonano sempre uguali a se stessi, mi permetto di dire che si tratta di una serie di tracce dove “qualcosa succede per davvero” e questo nonostante l’idea e la melodia base della canzone resti la stessa fino a quando verso il finale tutto viene svuotato per lasciare la piazza libera ad un pianoforte. Se siete già pratici del materiale su Creative Sources e credete che si tratti di roba molto simile, vi state sbagliando, si tratta di un lavoro molto più sghembo. Bene o male il canovaccio del primo lato è quello che si ripete anche sul secondo, anche se questa volta la suite è meno efficace della prima. Un bellissimo lavoro freak per nulla scontato, dove il contenuto è “quasi” di canzoni.
— Andrea Ferraris, Sodapop 7/2011

 

Collage is misschien niet het beste woord voor PopeWAFFEN, daarvoor zijn de elementen teveel verweven. Er is echter een veelheid aan elementen en klanken, waardoor de nummers onderling verschillen, maar ook, zeker bij eerste beluistering, elke track een ratatouille van onvoorspelbare elementen lijkt. Het vijftal dat hier samenspeelt (David Fenech, Gino Robair, Ezramo, Wendelin Büchler en Argo Ulva) heeft uiteenlopende muzikale achtergronden en brengt een verrassende collectie instrumenten mee. Wat te denken van sampler, melodica, gitaar, percussie, trompet, elektronica en… prepared citer, blippobox, walkman en theremin. En de stijl? Trashpop, improvisatiemuziek, weird folk? Toch is het allemaal niet zo’n chaos en willekeur als het misschien lijkt. De muzikanten die met hun instrumenten elk hun eigen weg lijken te gaan, de kakafonie aan klanken, de drukte en de volheid: ze werken per track aan een geheel. Elektronisch gekraak, een speeldoosje en een raspend kwaakgeluid vormen samen een kalme, wat wringende sfeer; een stotterende trompet, ritselende, ratelende percussie, een vervormde gitaar, later in het stuk vergezeld van onder andere een stem, maken samen van ‘Crepare di Maggio’ een breed maar kloppend klankbeeld. Andere keren is het een pure soundclash: percussie, gitaar, trompet, een stem die sist, lacht, schreeuwt. Zo vormen al die elementen bijvoorbeeld een steeds dichter wordende muur van geluid in ‘The Creator has a Masterplan’ (waarbij ik geen overeenkomst heb kunnen ontdekken met de compositie van Pharaoh Sanders, by the way). Ondanks de breedte aan klanken en geluidsbronnen is het een consistent geheel, verleidelijk ook. PopeWAFFEN weigert op de achtergrond te blijven, maar de wijze waarop het zich naar de voorgrond dringt, is uitgekiend en slim. Verschenen op vinyl, als eerste uitgave op het eigen label van de vijf: Corvo Records.
Robert Muis, Gonzo(Circus) 2/2011

 

Sarebbe buon costume, quando si trattano dei musicisti per la prima volta, riuscire a dare delle coordinate ben precise. Ma se il re è nudo anche il sottoscritto in questa circostanza lo è. In parole povere non ne so una fottuta minchia. Non so neppure se “PopeWAFFEN” (da qualche parte riportato come PopeWAFFEN!) è solo il titolo del disco o anche il nome del quartetto (qui addizionato dal trombettista Argo Ulva) che lo ha registrato. Le poche cose che so provengono quasi interamente dalle brevi note leggibili sul sito della Corvo Records alle quali rimando il nostro lettore.
Quasi interamente, ché Gino Robair da quando ha collaborato con Tom Waits lo conoscono anche i lettori delle riviste per l’infanzia. Il francese David Fenech, poi, è noto per aver riportato ‘in vita’ il grande Ghédalia Tazartès e, sicuramente lo ricordate, abbiamo anche pubblicato su sands-zine la traduzione di una sua intervista a quest’ultimo. Ma riguardo agli animatori del progetto (Alessandra Ezramo e Wendelin Büchler) è quasi buio completo. I due fanno di frequente coppia (sicuramente a livello artistico e forse anche nella vita) e su internet ho trovato anche traccia di una loro collaborazione con Xabier Iriondo. Sicuramente i due sono amanti del vinile, dal momento che al momento hanno deciso di pubblicare i loro materiali in questi due LP ben confezionati ed in tiratura molto limitata (rispettivamente a 500 e 300 copie).
Sulla musica: improvvisazione radicale non idiomatica, un settore nel quale stanno forse uscendo un po’ troppe cose, interpretata ai massimi livelli. Quello che più mi piace in questo tipo di lavori è l’intercambiabilità dei ruoli e l’incertezza nella quale viene precipitato l’ascoltatore, dal momento che non si è mai sicuri su chi ha prodotto quello o quell’altro suono. Potresti prendere uno dei migliori dischi d’improvvisazione radicale non idiomatica e ascoltarlo per una vita intera, e alla fine moriresti con il dubbio su chi e come ha fatto quel dato effetto acustico. Certo già con la new thing si poneva il quesito dell’intercambiabilità dei ruoli, o meglio dell’annullamento di vecchie categorie come sezione ritmica, sezione fiati, strumenti solisti eccetera. Ma comunque un tamburo restava tale e restava tale anche un sax. E un gruppo restava in ogni caso composto da enne entità ben distinguibili. Qui le varie personalità sono davvero fuse a formare un’entità unica e, anche senza considerare le possibili manipolazioni elettroniche o d’altro tipo, un tamburo può essere suonato con l’archetto e una tromba può essere percossa come un tamburo. Siamo veramente agli antipodi di una sinfonia di Beethoven, dove ogni nota ed ogni strumento stavano al proprio posto. Siamo nel regno dell’informale.
— Mario Biserni, Sands Zine 8/ 2011

 

The opening statement of Berlin’s Corvo Records is a tirade of phased distortion, electronic squeals, sweeping metallic chimes – somewhat anarchic, yet unarguably cohesive – acting as a cathartic, all-at-once release of pressure, and a rowdy proclamation as to what PopeWAFFEN are all about. While “Easter Sunday Raid” perhaps a little busier than the rest of the improvised pieces present on this album, it’s arguably the most gentle on the ears. The album only gets more twisted and unnerving from here on in.
The awkward, melodica-driven “Deserta Nella Buia Notte Blu” sounds like a Paris love scene gone wrong, while the combination of vocal slurps and raptor shrieks on “Sibilo Canino” border on the absolutely hideous. They could almost be considered child-like in its “why not?” attitude to sound choices and combinations. But there’s a sense that PopeWAFFEN go beyond this, and ideas seem to come pouring forth from a lost mind rather than a developing one. It’s a brief album (clocking in at 29 minutes) but couldn’t really be much longer. Indeed, there are moments when patience wears thin – when the calamity is less effectively executed than others (the babbling, squealing, yelping vocals of “The Creator has a Master Plan” get a little too much) – but this is an otherwise exciting and chaotic release, doing a solid job of pushing Corvo Records out into the open world.
— Jack Chuter, ATTN:Magazine

 

Avant trash free association noodling between these multi-national weirdos. Ezramo (Alessandra Eramo) is a Italian sound artist, Robair the prolific Bay Area freakophile, Fenech a French composer/guitarist, Buchler a German guitarist who runs Corvo Records, and Argo Ulva (Liz Allbee) another Bay Area transplant played in groups like Le Flange Du Mal and Neung Phak. Live recording at the ausland venue in Berlin captures the raw playful energy of this collaboration of oddlings and bizarrities. Tingling zither demons dancing aboard a zeppelin raid, spaghetti standoff at a nautical traffic stop between sewer slob and nervous neddy, bloated sumorai showdown on a squishy winter night, goomprov drone and sharpie shredding amidst goofsayer chants. On side B we have a shaman jazz freekout, goblin baby lullaby and mutant chicken plays funerary violin singing along with village preschool meditations. A truly perplexing experience, delicious.
— Abacus, KFJC 89.7 FM

Updating…
  • No products in the cart.